die ersten, die bei den Olympischen Spielen 2000 mit solchen Anzügen, die
eine besonders gut anliegende Faser aus Elastan
®
(Polyurethan) starteten. In
der Zwischenzeit haben viele Schwimmer einen solchen Anzug. Allerdings
sind die Anzüge nicht ganz billig, so dass sich auf Kreis- und Bezirksebene oft
nicht jeder Schwimmer einen solchen Anzug leisten kann.
Abb. 4: Formelausschnitt eines Polyurethans
Der deutsche Schwimmverband erwägt deshalb, die Schwimmanzüge für
deutsche Schwimmer bei allen Wettkämpfen zu sperren, durch die gleichen
Bedingungen auf nationaler Ebene würde so wieder Gerechtigkeit herrschen,
aber gleichzeitig wären die deutschen Sportler auf internationaler Ebene be-
nachteiligt.
Funktionskleidung
Mobil ist man, wenn man unabhängig ist. Ein Läufer, der unabhängig vom
Wetter sein Lauftraining gestalten kann, ist seinem Konkurrenten der nur bei
schönem Wetter trainiert gegenüber im Vorteil.
Jogging bei Wind und Regen ist nicht nur für den Menschen, sondern auch für
seine Kleidung eine Herausforderung. Einerseits muss die Sportkleidung den
verdampfenden Schweiß nach außen leiten, damit kein Wärmestau entsteht,
und den flüssigen Schweiß aufsaugen, damit der Körper des Sportlers trocken
bleibt und er sich wohl fühlt. Andererseits muss sie den Aktiven vor Wind
schützen, um eine Unterkühlung zu vermeiden, und Regentropfen abstoßen,
damit die Kleidung nicht schwer wird und kein Nässegefühl entsteht.
Früher wurde Baumwolle als Material für Sportkleidung empfohlen. Die Cellu-
lose hält zwar warm und lässt Luft durch, nimmt aber sehr leicht Wasser
−
Schweiß und Regen
−
auf. Die von Bob Gore entwickelte und nach ihm be-
nannte Gore-Tex
-Membran hat die Sportkleidung revolutioniert. Die hauch-
dünne Membran aus Polytetrafluorethen (ein Material, dass u.a. auch unter
dem Handelsnamen Teflon
zur Beschichtung von Bratpfannen dient) besitzt
1,4 Milliarden Mikroporen pro Quadratzentimeter. Die Porengröße ist so, dass
gasförmiges Wasser
−
verdunstender Schweiß
−
hindurch kann, Regentropfen
hingegen abperlen. Nachteilig ist lediglich, dass der flüssige Schweiß nicht
aufgesaugt wird. Dieses Defizit hat beispielsweise das neue HIGH
2
OUT-
Laminat der Firma Sympatex
nicht. Dieses Verbundmaterial passt seine
Wasserdurchlässigkeit der Schweiß-Menge an. Auf der Körperseite befindet
sich eine Wasser saugende Lage. Die darauf laminierte Membran hat hydro-
phobe und hydrophile Elemente, vergleichbar einer Mauer aus Steinen, die mit
Mörtel verklebt sind. Die kleinen hydrophilen Kanäle (vergleichbar dem Mörtel)
kann lediglich das gasförmige Wasser, also der verdunstende Schweiß,
durchqueren. Regentropfen von draußen können hingegen nicht nach innen.
Sie perlen ab. Bei erhöhter Temperatur und Luftfeuchtigkeit, die nur auf der
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