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körpernahen Innerseite resultieren, quellen die hyrophilen Bereiche auf, so

dass auch der flüssige Schweiß absorbiert werden kann und der Schweiß-

transport somit insgesamt verbessert wird.

Für die Schüler ist es reizvoll, das Verhalten der Goretex

- und Sympatex

-

Materialien gegenüber flüssigem und gasförmigen Wasser zu untersuchen

und mit dem beispielweise einer Frischhaltefolie aus Polyamid zu vergleichen

(Versuch 6).

Ski – Mobilität im Schnee

Wer in den Bergen wohnt, weiß, dass Ski nicht nur ein Sportgerät, sonder

auch ein Fortbewegungsmittel sein können. Bei tiefem Schnee sind Ski oft das

einzige Fortbewegungsmittel – sie machen mobil.

Die ersten Skier waren aus Vollholz (Föhre, Hickory, Ahorn, Buche). Ihre Un-

terseiten wurde mit Speck- oder Hering-Schwarten bestrichen, um sie gleitfä-

higer zu machen [9]. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Vollholzski

durch verleimte Ski ersetzt, die sich durch eine bis dahin nicht gekannte Elas-

tizität auszeichneten. 1950 entwickelte der Luftfahrtpionier Ludwig Bölkow die

ersten Kunststoffski. Diese hatten eine hohe Bruchfestigkeit und eine gute

Schwingungsdämpfung [10]. 1972 wurden die ersten Ski basierend auf einem

Epoxid-Harz und Carbonfasern von der Firma Völkl hergestellt. Während beim

Holzski oft Unfälle mit Skibruch vorkamen, sind die modernen Skier bruchfest

und lassen sich fast zu Ellipsen biegen, ehe sie brechen [11]. Ein Skibelag

sollte eine gute Wachsaufnahmefähigkeit, Alterungsbeständigkeit, Abriebfes-

tigkeit, Kälteelastizität und Gleitfähigkeit auf dem Schnee besitzen. Im heuti-

gen Skibau wird für die Lauffläche eine Kombination von Niederdruck-

Polyethen für eine gute Wachsaufnahme und Hochdruck-Polyethen für eine

gute Festigkeit verwendet. Im Unterricht kann auf die Herstellung der unter-

schiedlichen PE-Typen eingegangen werden, bevor mit einem im Sportge-

schäft erhältlichen PE-Stift ein beschädigter Ski repariert und anschließend

gewachst wird, wobei die Schüler mit den thermischen Eigenschaften von Po-

lyethen und Wachs vertraut werden

(Versuch 7).

Abb. 5 :Skifahrer mit modernen Kunststoffski