Kunststoffe steigern die Mobilität im Sport
Beweglichkeit, Schnelligkeit und Fitness sind entscheidend im Sport. Aber
nicht nur im Sport sondern in allen Bereichen des Lebens sind sie von großer
Bedeutung. „Wer zu langsam ist, den bestraft das Leben…..“ - damit ist nicht
nur die Schnelligkeit sondern auch die Flexibilität und die Mobilität gemeint.
Wer mobil ist, ist im Vorteil.
Im Lexikon wird Mobilität oft als Fähigkeit zur Eigenbewegung von Personen
auch mit Hilfsmitteln beschrieben
1 .Die Beschaffenheit der Hilfsmittel kann die
Mobilität verändern. Leichte Materialien lassen sich einfach und schnell bewe-
gen- schwere Materialen sind nur unter größerem Energieaufwand zu bewe-
gen.
Die Sportart kann sich grundlegend durch die Einführung eines neuen Werk-
stoffs ändern. Ein leichterer Ball, ein handlicherer Tennisschläger bewirken
ein, viel schnelleres (mobileres) Spiel.
Ein biegsamer Hochsprungstag hat zur Folge, dass die Bestleistungen
sprunghaft ansteigen.
Kunststoff lässt Metall oft alt aussehen. Im Formel-1-Wagen und im Porsche
Carrera GT sorgen faserverstärkte Kunststoffe bereits für mehr Sicherheit. Am
Frauenhofierinstitut arbeiteten Wissenschaftler an einer Großfertigung an-
spruchsvoller Kunststoffbauteile, die zukünftig auch Klein- und Mittelklassewa-
gen leichter und sicherer machen sollen
. 2Im Folgenden sollen Inhalte und Denkanstöße zu einem Fachübergreifenden
Chemie- und Sportunterricht gegeben werden. Den Schülerinnen und Schü-
lern soll bewusst werden, wie der Einzug der Kunststoffe den Sport verändert
hat. Durch ein niedrigeres Gewicht oder eine höhere Stabilität im Vergleich zu
konventionellen Materialien wird der Sport schneller, leichter und mobiler.
Im zweiten Teil werden Versuchsvorschriften aufgeführt, die die Behandlung
der Kunststoffe im Chemieunterricht ergänzen können.
3Tennisschläger werden handlicher - mobiler
In den Sport haben die Kunststoffe längst Einzug gehalten und ihn nachhaltig
verändert.
Tennislegenden wie Jimmy Conners oder Björn Borg hätten heute wohl kaum
noch eine Chance. Ihre Schläger waren schwer und unhandlich.
Viele Sportgeräte wie z.B. Tennisschläger, Boote, Fahrradrahmen u.ä. werden
heute aus Verbundwerkstoffen gefertigt. Häufig eingesetzt werden Glasfasern,
Aramidfasern oder Karbonfasern, die mit einem Epoxid-Härter als Matrix
verbunden sind
(siehe Versuch 1).
1
http://de.wikipedia.org/wiki/Mobilit%C3%A4t2
Jakob, Klaus: Kunststoff lässt Metall alt aussehen, Beilage Frauenhofer Magazin 2004
3
Siehe auch: M. Holfeld, V. Wiskamp: Kunststoffe in Sportartikeln. – In: RAAbits-Chemie, Ausgabe 4/2004
(Ergänzungslieferung Dezember 2004), Raabe Verlag, Stuttgart, Kap. 8 II H, S. 1-26




