Versuch 2
Herstellung von Polyamid 6.6 durch Phasengrenzflächenkondensation
(„Nylonfaden-Trick“)
Geräte:
Messzylinder (25 ml), Becherglas (250 ml), Fortuna-Pipette (2 ml), Tropfpipet-
te, Pinzette, Glasplatte
Chemikalien:
1,6-Diaminohexan (C, ätzend), Natronlauge (
c
= 1 mol/l; C, ätzend), Phenolph-
thalein-Lösung (
w
= 0,1 % in Ethanol; F, leichtentzündlich), Adipinsäuredichlo-
rid (C, ätzend), Hexan oder Petrolether (F, leicht entzündlich)
Sicherheitshinweis:
Die entstandenen Fäden enthalten noch Natronlauge, deshalb dürfen sie nicht
mit ungeschützten Händen angefasst werden. Aus diesem Grund müssen
Handschuhe getragen werden, falls die Fäden als Anschauungsmaterial her-
umgereicht werden sollen, oder sie müssen in eine Schutzhülle eingepackt
werden.
Durchführung:
1,1 g 1,6-Diaminohexan werden in 10 ml Wasser gelöst. Zu der Lösung wer-
den 2 Tropfen Phenolphthalein-Lösung und 20 ml Natronlauge gegeben. Ab-
schließend wird auf ein Gesamtvolumen von 50 ml mit Wasser aufgefüllt (Lö-
sung I).
2 ml Adipinsäuredichlorid werden in 50 ml Hexan oder Petrolether gelöst (Lö-
sung II).
10 ml der Lösung I werden in das Becherglas gegeben und vorsichtig mit der
gleichen Menge Lösung II überschichtet. (Dies kann mit einer Tropfpipette er-
folgen, die gegen die Wand des Becherglases entleert wird.) (Die beiden Lö-
sungen reichen für 4-5 Versuche.) An der Grenzfläche der beiden Lösungen
entsteht eine Haut. Mit einer Pinzette werden Fäden herausgezogen und auf
einer Glasplatte aufgewickelt.
Die Fäden werden unter fließendem Wasser gewaschen und an der Luft ge-
trocknet. (Dabei kann es durch restliche Natronlauge zur Hydrolyse und Bräu-
nung des Produktes kommen.)
Entsorgung:
Restliche Lösungen werden zu den organischen Lösungsmittelabfällen gege-
ben. Die Polyamidfäden werden getrocknet und im Hausmüll entsorgt.




