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den konnte, steht außer Frage, dass auch er mit einem anderen Material nicht

in diese Höhe hätte springen können.

(siehe Versuch1, Variante: Glasfieber

)

4

Fahrräder werden leichter – Der Fahrer wird mobiler

Heute haben Aramidfasern in vielen Bereichen den Glasfasern den Rang ab-

gelaufen. Besonders beim Bau von Fahrradrahmen ist Aramid wegen seines

geringen Gewichts sehr beliebt.

5

Aramid ist ein aromatisches Polyamid. Die Fasern sind unter dem Handels-

namen Kevlar bekannt. Sie besitzen gute Schlagbeanspruchung und hohes

Energieaufnahmevermögen. Im Sport werden sie bevorzugt in Sportgeräten

eingesetzt, die oft stoßartigen Belastungen ausgesetzt werden, wie z.B.: Ten-

nisschläger, Surfbretter und Skier.

Karbonfasern wurden schon 1880 durch Pyrolyse von Baumwolle hergestellt.

1961 erzeugte der Japaner Shindo durch Pyrolyse von Polyacrylnitrilfasern

Kohlenstofffasern mit hervorragenden Festigkeitseigenschaften

. 6

(Siehe auch

Versuch 4)

Seitdem haben Kohlenstofffasern wegen ihrer hohen Festigkeit und ihrer rela-

tiv geringen Dichte zunehmend Bedeutung beim Bau von Sportgeräten gefun-

den. Verursacht durch ihre günstigen gewichtsbezogenen Eigenschaften, wer-

den sie unter anderem in Skier, Fahrradrahmen und Tennisschlägern verwen-

det.

In den letzten Jahren sind viele neue Werkstoffe für Fahrradrahmen entwickelt

worden. Die Rahmen wurden immer leichter. Neben dem „alten“ Stahlrahmen

haben sich längst Materialien wie: Carbon-, Kevlar- und Glasfaserverstärkte

Kunststoffe etabliert. Auch andere Metalle als Stahl, z.B. Aluminium und Titan

sowie verschiedene Legierungen werden ebenfalls für den Bau von Fahrrad-

rahmen verwendet.

Noch vor wenigen Jahren haben ausschließlich Profiradrennfahrer Fahrräder

mit solchen Rahmen gefahren. Für den Durchschnittsradler waren diese ultra-

leichten Rahmen viel zu teuer.

Heutzutage sind viele Fahrradrahmen aus anderen Materialien als Stahl er-

schwinglich geworden. Viele Jugendliche finden den konventionellen Stahl-

rahmen „langweilig“ und altmodisch.

Neben der Dichte sind die mechanischen Eigenschaften der Werkstoffe von

besonderer Bedeutung. Dazu zählen die Zugfestigkeit, Elastizität, Abriebfes-

tigkeit und Steifigkeit der Werkstoffe. Ein Maß für die Steifigkeit ist das Elastizi-

tätsmodul (E-Modul), welches das Verhältnis der auf einen Werkstoff ein-

wirkenden Spannung zur Längsdehnung beschreibt. Diese Werkstoffeigen-

schaft steht im direkten Zusammenhang mit den Bindungskräften der Atome

4

Siehe auch:

www.wdrmaus.de/sachgeschichten/stabhochsprung/

- 74k

5

Michaeli, W.; Wegener, M.: Einführung in die Technologie der Faserverbundwerkstoffe, Münschen, 1990,

S.58

6

Bukatsch, F.; Glöckner W.: Experimentelle Schulchemie, Band 9 Organische Chemie 3, Aulis Deubner & Co

Kg, Köln ,1997, SS 65-67