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Versuch 4: Wasseraufnahme von Leder und Polyurethanbeschichtetem Material
Geräte:
Alter, nicht beschichteter Lederball; moderner, kunststoffbeschichteter Fußball;
Briefwaage; Korkring; Stativ; Klemme; Muffe
Versuchsdurchführung:
Ein alter Lederfußball und ein moderner, kunststoffbeschichteter
Fußball werden auf einem Korkring (damit der Ball nicht wegrollt) auf einer Briefwaage ge-
wogen. Anschließend werden beide Bälle ca. 1 Stunde in einen zur Hälfte mit Wasser gefüll-
ten Eimer gelegt und mit einem umgebauten Stativ unter die Wasseroberfläche gedrückt. Die
Bälle sollten vollständig unter Wasser sein. Nach einer Stunde werden die Bälle wieder auf
der Briefwaage gewogen.
Beobachtung:
Der unbehandelte Lederball wog vorher 390g, nachher über 500g.
Der kunststoffbeschichtete Fußball wog vorher 425g und nachher 435g.
Auswertung
: Der alte Lederball wiegt über 100g mehr, während der neue Ball kaum Wasser
aufgenommen hat. Ein unbeschichteter Ball kann auf feuchtem Gras nur schwer gespielt wer-
den.
Anmerkung:
Normalgewicht für Fußbälle Größe 5 ist 420g.
Abb. 3: Wässern des Fußballs
Faserverstärkte Verbundwerkstoffe im Sport
Versuch 5a): Herstellen einer Polyacrylnitrilfaser
Chemikalien:
Polyacrylnitril, in 10% Dimethylacetamid (DMA), Wasser
Geräte:
Selbst hergestellte Spinndüse, s.u., Stativ, Klammer, Muffe, Reagenzglas, Einweg-
spritze (10ml) mit Kanüle, Gummistopfen, Pinzette Uhrgläser, Zange
Versuchsdurchführung:
Zunächst wird eine Spinndüse aus einem Reagenzglas hergestellt:
Das Reagenzglas wird waagrecht in die Bunsenbrennerflamme gehalten und in der Mitte bei
möglichst hoher Temperatur erhitzt. Wenn das Glas zu schmelzen beginnt, werden die Enden
auseinandergezogen. Der Reagenzglasteil mit dem Boden wird in den Glasmüll gegeben. Der
Reagenzglasteil mit der Öffnung wird mit einer Zange abgeknipst, so dass eine kleine Öff-
nung entsteht.




