Die Chemie im Sportschuh untersuchen und bewerten
Nadja Belova, Rebecca Hasebrock, Martin Holfeld & Ingo Eilks
MS für PDN-ChiS
Bereits 2006 wurde die Chemie im Sportschuh als motivierender Kontext für den
Chemieunterricht von Hollensen vorgeschlagen. In Ergänzung diskutiert dieser Arti-
kel, dass man sich der Chemie im Sportschuh bereits in der SI auf differenzierendem
Weg annähern kann. Konkret wird auch eine Aufgabe vorgestellt, wie man hieran
auch Fragen von Kommunikation und Bewertung strukturiert thematisieren kann.
1 Einleitung
Moderner Sport ist High-Tech. Die meisten der heutigen Leistungen im Sport wären
ohne innovative Sportgeräte und –bekleidung nicht möglich. Dabei geht es aber nicht
nur um Hochleistungswerkstoffe für den Spitzensport. Auch im Breitensport und der
Freizeitbekleidung werden zunehmend moderne Werkstoffe aus der Chemie ver-
wendet, ohne dass man dies oftmals zur Kenntnis nimmt. So ist die Entscheidung für
einen Fahrrad mit Carbonfaserrahmen eine bewusste Kaufentscheidung für ein be-
sonders leichtes und verwindungssteifes Rad. Bei Sportbekleidung für Alltag oder
Freizeit werden Entscheidungen hingegen häufig eher auf der Basis von Design,
Markenimage oder Preis getroffen. Doch selbst trendige und günstige Sportbeklei-
dung ist heute oftmals High-Tech. Das trifft in besonderem Maße auch auf Sport- und
Freizeitschuhe zu.
Im Heft „Chemie und Sport“ der PDN 2006 stellt Hollensen [1] bereits die besondere
Bedeutung moderner Kunststoffe für Sportschuhe heraus. Er beschreibt eine Reihe
neuerer technischer Entwicklungen in der Sportschuhproduktion und schlägt den
Sportschuh in der Online-Ergänzung als Kontext für die Behandlung der Kunststoffe
in der Sekundarstufe II vor (auch [2]). Hier wird auch eine Reihe von Versuchen an-
geregt, die man mit und um den Kontext des Sportschuhs machen kann.
Dieser Beitrag greift die Ideen von Hollensen auf. Vorgestellt wird eine Sammlung
von konkreten Versuchen rund um den Sportschuh (zu finden in der Online-
Ergänzung). Eine Diskussion dieser Versuche zeigt, dass eine Behandlung des
Sportschuhs bereits in der Sekundarstufe möglich ist. Dies kann etwa im Projekt oder
in der Form einer Lernfirma geschehen, aber auch ein gutes Thema für den Wahl-
pflichtunterricht sein. Zudem wird eine differenzierende Lern- oder Lernzielüberprü-
fungsaufgabe in Anlehnung an Belova et al. [3] vorgeschlagen, in der man im Zu-




