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Kunststoffe im Sport – 

Gibt es schon wieder etwas Neues nach der Carbonfaser? 

Martin Holfeld und Ingo Eilks 

Kunststoffe haben den Sport revolutioniert. Ob Tennisschläger, Fahrradrahmen, Turnschuhe 

oder Alpin Ski, alle bestehen heute vermeintlich aus Kunststoffen. Doch Auswahl und 

Verwendung der Kunststoffe ändern sich kontinuierlich. Hierüber gibt dieser Beitrag einige 

ausgewählte Einblicke. 

Stichworte: Kunststoffe, nachwachsende Rohstoffe, Materialien im Sport 

Einleitung 

Sport spielt im Alltag vieler Schülerinnen und Schüler eine wichtige Rolle. Deshalb liegt es 

nahe, seine Motivation auch für den Chemieunterricht zu nutzen [1,2]. Viele Sportgeräte 

bestehen heute aus innovativen Materialien der Chemie, insbesondere den Kunststoffen. 

Wurden neue Kunststoffe vor wenigen Jahren noch für vielerlei andere Anwendungen 

entwickelt, etwa die Raumfahrt, wird heute im Bereich der Herstellung von Kunststoffen 

speziell mit dem Blick auf Sportgeräte und Sportbekleidung geforscht. 

Moderne Sportkleidung besteht heute immer mehr aus Kunstfasern (etwa Polyester), weil 

Kleidung aus Kunstfasern leichter als Baumwolle ist und keinen Schweiß aufsaugt. 

Naturstoffe und ‐fasern fand man eine Zeitlang im Sport immer weniger. Weder Turnschuhe, 

Fußbälle noch Schutzhelme bestehen heute in der Regel noch aus Leder. Trikots oder Hosen 

werden nicht mehr aus Baumwolle gemacht. Sie bestehen etwa aus

Nylon

, das als Faser in 

vielen Funktionskleidungsstücken, aber auch bei Tennisschlägern, eingesetzt wird. Moderne 

Fahrrad‐ oder Sturzhelme werden oft aus 

Polystyrol

 hergestellt, wie auch Schwimmhilfen. 

Betrachtet werden kann auch etwa das 

Polyurethan.

 Polyurethan ist ein wahres Chamäleon 

im Sport. Es kann je nach Vernetzungsgrad als klarer harter Kunststoff auftauchen oder als 

weicher PU‐Schaum. Man findet ihn in vielen Sportgeräten (etwa Surfbrettern), bei 

Sportschuhen oder modernen Fußbällen [3‐6]. 

Alle diese Kunststoffe finden sich auch im Chemieunterricht. Teilweise kann eine Auswahl 

bereits in der Sekundarstufe I behandelt werden [7]. Aber spätestens in der Sekundarstufe II 

stehen diese Kunststoffe und ihre Polyreaktionen in vielen Bildungsplänen und 

Schulbüchern. Hierbei sollten dann auch neuere Entwicklungen thematisiert werden, in die 

dieser Artikel einen kleinen Einblick und Vorschläge zur Umsetzung im Unterricht geben will. 

Zurück zu Naturfasern im Sport? 

Um die Vielfalt der Kunststoffe in Sportgeräten und Bekleidung zu zeigen, bietet es sich an, 

Schülerinnen und Schüler einmal einen alten Sportschuh mit in den Unterricht bringen zu 

lassen und diesen dann zu zerschneiden [4,7]. Die Schülerinnen und Schüler erkennen so die 

unterschiedlichen Komponenten des Sportschuhs und untersuchen die Eigenschaften der 

verwendeten Materialien. Schnell wird klar, dass hier ganz unterschiedliche Materialien 

verwendet werden; die meisten davon sind Kunststoffe. Auch bei der Untersuchung von 

modernen Fußbällen können sie erkennen, dass diese nichts mehr mit den „Lederkugeln“ 

von früher zu tun haben. Auch sie bestehen heute fast nur noch aus Kunststoffen.