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der Zielsetzung, Gewicht zu reduzieren und den Verbrauch fossiler Rohstoffe zu minimieren, 

hat das Projekt Bioconcept‐Car einen Preis für ein hervorragendes und wegweisendes 

Beispiel für innovative Kunststofftechnik gewonnen [14]. Es greift aber auch den oben 

bereits beschriebenen Trend auf, neben Kunststoffen zunehmend auch wieder Naturfasern 

und Naturstoffe in den Sportartikelbau einzubeziehen. 

Ausblick 

Kunststoffe haben den Sport revolutioniert. Durch ihr häufig geringes Gewicht bei 

gleichzeitig großer Variierbarkeit ihrer Eigenschaften, haben sie immer wieder zu Sprüngen 

bei sportlichen Leistungen und Rekorden geführt. Auf der einen Seite ist dieser Trend 

ungebrochen, wie etwa die Entwicklung bei thermoplastischen Urethanen zeigt [4]. 

Andererseits gibt es einen gegenläufigen Trend, wieder mehr Naturstoffe und –fasern zu 

verwenden (Arbeitsblatt 1). Dies ist nicht nur einem Trend nach mehr „bio“ geschuldet. Viele 

herkömmliche Werk‐ und Naturstoffe weisen ebenfalls gute Eigenschaften für bestimmte 

Anwendungen auf, die mit denen moderner Kunststoffe durchaus konkurrieren können, 

teilweise sogar Vorteile haben. Besonders wertvoll aber werden sie, wenn man die Vorteile 

der verschiedenen Stoffe kombiniert, wie die hier vorgestellten Beispiele zeigen.  

Daneben führt der Einbezug von natürlichen Rohstoffen zu einer Einsparung fossiler 

Ressourcen (Arbeitsblatt 2). Auch kann man Trends beobachten, entgegen früheren 

Prognosen, noch eine Weile lang an bewährten Technologien festzuhalten, weil sich nicht 

alle Hoffnungen in die neuen Werkstoffe erfüllt haben. Diese Trends erlauben eine Vielzahl 

von Möglichkeiten über Entwicklungen in der modernen Chemie am konkreten, alltagsnahen 

Beispiel oder im Allgemeinen zu diskutieren. Sie erlauben auch  Bewertungsfragestellungen, 

die über das rein innerfachliche Bewerten hinausgehen und sowohl die individuelle 

Konsumebene als auch die wirtschaftliche Entwicklung einbeziehen [7].  

Literatur 

[1] V. Wiskamp, M. Holfeld, Kunststoffe steigern die Mobilität im Sport, Denk(T)räume 

Mobilität Band 5: Chemie und Sport, 2011, S. 28‐35. 

[2] M. Stolz, T. Witteck, R. Marks, I. Eilks, ‚Doping‘ für den Chemieunterricht und eine 

Reflexion über geeignete Themen für einen gesellschaftlich relevanten Chemieunterricht. 

MNU 8/64 (2011), 472‐479.  

[3] M. Holfeld, V. Wiskamp, Kunststoffe in Sportartikeln, RAAbits‐Chemie, 

Ergänzungslieferung 4/2004, (2004) 

[4] L. Hollensen, Der Sportschuh. Ein bewegendes Stück Kunststoffchemie. PdN‐ChiS 2/55, 

29‐32 (2006). 

[5] R. Hasebrock, Die Chemie im Turnschuh. Unveröffentlichte Staatsexamensarbeit 

Universität Bremen 2008. 

[6] R. Demuth, Chemie im Fußball, PdN‐ChiS 2/55, S. 25‐28 (2006) 

[7] N. Belova, R. Hasebrock, M. Holfeld, I. Eilks, Die Chemie im Sportschuh untersuchen und 

bewerten. PdN‐ChiS

QUERVERWEIS IM HEFT BITTE ERGÄNZEN

[8] FWU: Naturfaserverstärkte Kunststoffe, 4602610, (2009) 

[9]

http://www.newslab.cz/de/tenisove‐

rakety/

[10]

http://www.testberichte.de/fahrradteile/2821/fahrradrahmen/artikel/die‐

materialfrage.html

[11] L. Asselborn, u.a., Chemie heute, Sek. II, Hannover: Schroedel, S. 359‐380 (2009). 

[12] V. Wiskamp, Einführung in die makromolekulare Chemie, Frankfurt: Harri Deutsch 

(1999)