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Die so hergestellte Spinndüse wird nach unten an einem Stativ befestigt. Unter die Spinndüse
wird ein mit Wasser gefülltes Becherglas gestellt. Die Spinndüse wird mit in DMA gelöstem
Polyacrylnitril gefüllt. Die Öffnung der Spinndüse sollte so eng sein, dass noch kein Polyac-
rylnitril austritt. Die Einwegspritze wird mit Luft gefüllt und mit der Nadel ein Gummistopfen
durchstoßen. Die Spinndüse wird mit dem Stopfen verschlossen. Die eingespannte Düse wird
so weit abgesenkt, dass sie in das Wasserbad eintaucht.
Der Kolben der Spritze wird vorsichtig hineingedrückt. Durch den erhöhten Druck in der
Spinndüse wird eine Faser in das Wasser geschoben. Wenn die Faserbildung nachlässt, kann
man erneut vorsichtig auf die Spritze drücken und den Faden verlängern.
Die Fasern werden aus mit einer Pinzette aus dem Wasserbad genommen und unter fließen-
dem Wasser gespült. Anschließend werden sie zum Trocknen aufgehängt.
Abb. 4:
Spinnen einer Polyacrylnitrilfaser
Versuch 5b): Herstellen einer Karbonfaser aus einer Polyacrylnitrilfaser
Kohlenstofffasern werden in der Industrie u.a. durch Pyrolyse von Polyacrylnitrilfasern her-
gestellt:
Versuchsdurchführung:
Die getrocknete Polyacrylnitrilfaser wird auf einem Uhrglas bei
240°C im Trockenschrank über Nacht erhitzt. Es entstehen schwarze, flammfeste Kohlen-
stofffasern.




