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Niklas Volodin gewinnt regionalen Schülerwettbewerb

VON RAPHAEL DIGIACOMO HNA vom 31. März 2021

000 HNA FH 2021 03 31 004Homberg – Wer Niklas Volodin (11) nach seiner größten Leidenschaften fragt, bekommt als Antwort prompt Chemie und Astronomie zu hören. Ungewöhnlich für einen Elfjährigen, zumal der Sechstklässler, der die Theodor- Heuss-Schule in Homberg (THS) besucht, erst in der achten Klasse überhaupt Chemieunterricht erhalten wird. Nun hat der Homberger mit einem chemikalischen Experiment den ersten Platz bei der regionalen Edition des Wettbewerbs Schüler experimentieren geholt und im Anschluss beim Landeswettbewerb den Sonderpreis gewonnen. „Vielleicht überzeuge ich die Jury irgendwann auch bei Jugend forscht“, sagt der Homberger und grinst. Von Rot nach Pink zu Grün und Blau: Für die Teilnahme an dem Wettbewerb hat er einen Indikator entwickelt, der – rein auf frisch gepresstem Johannisbeersaft basierend – durch seine Verfärbung den Säuregehalt von Lösungen bestimmen kann. „Das war viel Arbeit. Hat einige Versuche gebraucht, bis es funktioniert hat.“ Seine Experimente führt der Schüler sowohl zu Hause, als auch in der Schule durch. „Ich bin in der MINT-AG, deswegen darf ich unter Anleitung im Schullabor experimentieren.“ Dafür habe er allerdings erst die Lehrer, die die AG leiten, überzeugen müssen. „Ich habe ihnen erzählt, dass ich seit Jahren kleinere Versuche mit Chemiebaukästen mache und schon ein paar Begriffe kenne.“ Wie sein Umfeld auf das seltene Hobby reagiert? „Meine Familie unterstützt mich und interessiert sich für meine Experimente – meine Freunde nennen mich Streber“, sagt der Junge und lacht. Wie ein Streber wirkt der Elfjährige nicht – eher wie ein aufgeweckter Junge,

Chemie ist was für geduldige Menschen.
Niklas Volodin

der mit Spaß und Ehrgeiz eine Leidenschaft verfolgt, die auch mal frustrierend sein kann. „Chemie ist was für geduldige Menschen; manche Versuche wiederholt man zigmal, verändert nur die Menge und Kombination von Stoffen und beobachtet einfach. “Für seine Chemieversuche braucht nicht nur Niklas Geduld, auch die seiner Eltern wird gelegentlich geprüft: „Ich ziehe immer Schutzbrille und Handschuhe an und mische meine Lösungen auf einer Plane auf dem Küchentisch oder – falls gefährliche Gase entstehen können – im Garten an.“ Dabei sei auch schon mal ein Reagenzglas explodiert, was zu einembraunen Fleck auf der Küchendecke geführt hat. Wenn er mal nicht mit Säuren und Labor Utensilien hantiert, fährt Niklas gerne Rad oder spielt Gitarre. „Sonst bin ich aber keine Sportskanone. “Die Motivation zu seiner Teilnahme am Wettbewerb zeugt vom Ehrgeiz und Selbstbewusstsein des Jungen. Die Sieger von Jugend Forscht und dessen Nachwuchswettbewerb Schüler experimentieren werden mit ihren Projekten auf Schildern dargestellt und in den Hallendes Sponsors SMA ausgestellt. Nach einiger Zeit bekommen die Schulen dann die Schilder, in der THS werden sie im Chemietrakt aufgehangen. „Mein Ziel war es, da mal ein Schild mit mir hängen zu sehen.“ Da der Wettbewerb dieses Jahr zum zweiten Mal infolge onlinestattfindet, ist noch nicht klar, ob es die Schilder der Sieger geben wird. „Eigentlich geht es mir ja vor allem um die Chemie“, der Preis sei ein schöner Bonus .„Vielleicht machen wir eines Tages Trinkwasser aus Sand oder finden neue elektronische Quellen“, Niklas ist überzeugt, dass die Chemie das Leben zukünftig verbessern kann.

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